Auch in diesem Jahr ruft ein breites feministisches, stadtpolitisches und gewerkschaftliches Bündnis zur Demonstration am Internationalen Frauenkampftag auf.
Wir Gewerkschafter*innen und NaturFreund*innen wollen eine Wirtschaft, die sich an Bedürfnissen orientiert statt an Profiten. Der massive Abbau von Industriearbeitsplätzen – monatlich 10.000 – ist auch die Folge verfehlter Politik. Viele Frauen in unteren Entgeltgruppen zahlen jetzt den Preis. Ihre Jobs fallen zuerst weg.
Wir fordern eine sozial-ökologische Transformation, die niemanden zurücklässt! Wir wehren uns entschieden gegen die Kürzungspolitik im Sozialen – im Gewaltschutz, Bildung, in der Eingliederungshilfe, Jugendhilfe und bei der Pflege. Wir wehren uns gegen die Attacken der Arbeitgeber auf den 8-Stunden-Tag. Wer die Aufweichung des
Arbeitszeitgesetzes oder steuerfreie Überstundenzuschläge fordert, will die Lebensrealität von Menschen, die Kinder erziehen oder Angehörige pflegen, nicht wahrnehmen. Der 8-Stunden-Tag ist eine gewerkschaftliche Errungenschaft. Wir wollen höhere Personalschlüssel in den sorgenden Berufen, weniger Stress und mehr Zeit füreinander. Bildungsgerechtigkeit ist ein zentraler Bestandteil des feministischen Kampfes für Gleichheit und Selbstbestimmung.
In diesen Zeiten, in denen sich Antifeminismus, Kriege, Rechtsruck, Rassismus, Antisemitismus sowie Gewalt gegen Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre, trans* und agender Menschen (FLINTA) zuspitzen, demonstrieren wir mit unseren Bündnispartner*innen – feministisch, gewerkschaftlich, solidarisch. Zusammen verteidigen wir unsere Errungenschaften und gehen auf die Straße: Für Selbstbestimmung, soziale Gerechtigkeit, Gute Arbeit und Gleichberechtigung.
Wir fordern:
▶ Hände weg vom 8-Stunden-Tag!
▶ Umverteilung von Sorgearbeit – Arbeitszeiten, die zum Leben passen!
▶ Qualifizierung und Beschäftigungssicherung – damit Frauen nicht zu Verliererinnen der Transformation werden
▶ Gleichstellung in der Transformation und eine geschlechtergerechte Industriepolitik
▶ Besseren Schutz vor sexueller Belästigung und sexualisierter Gewalt, auch am Arbeitsplatz!
▶ Entgeltgleichheit und gute Löhne durch Tarifbindung auf hohem Niveau – überall!
▶ Solidarität mit streikenden Kolleg*innen – Hände weg vom Streikrecht!
▶ Diskriminierungsfreie Bildung und Chancengleichheit, nachhaltig finanziert!
▶ Bessere Arbeitsbedingungen und Entlohnung in den Bereichen Gesundheit, Erziehung und Soziales!
▶ Weg mit dem § 218!
Das gute Leben für alle ist möglich – wenn wir es gemeinsam erkämpfen. Ob für sexuelle Selbstbestimmung oder Löhne, die für ein gutes Leben reichen. Unsere Alternative heißt Solidarität! Rechten Spaltungsversuchen und Hass stellen wir Solidarität und Vielfalt entgegen. Der 8. März ist unser Tag, um zu zeigen: Wir sind viele und wir kämpfen für eine gerechte Zukunft. Kommt mit uns auf die Straße – für eine feministische Zukunft und ein solidarisches Jetzt!
NaturFreunde Berlin

